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Funde in der Nähe der Schlachte-Kogge

  • 26 / Oktober 2017
  • 10:24

lm schnell fließenden Weserwasser hatte das Wrack der Schlachte-Kogge bald eine Barriere Für allerlei weggeworfenes Gebrauchsgut gebildet. Das waren vor allem Keramikscherben, Schlachtabfölle also Knochen jeder Form, Hornzapten, Bruchstücke verschiedenartiger langzinkiger Knochenkämme, Lederriemen und -abfälle‚ Dachziegel-Bruchstücke und anderes mehr.

Diese Dinge entdeckte man nun in der neben dem Fundort des Wracks gelegenen Baugrube: Hochmittelalterliche Keramik, eine große Masse von Scherben verschiedener Herkunft und Alterszuweisungen. Vor allem gab es graublaue bis graue lrdenware, die Hauptform dabei war der Kugeltopf. Solche lrdenware wurde noch bis ins l5. Jahrhundert hergestellt, wahrscheinlich direkt in der Bremer Umgebung, denn das keramische Ausgangsmaterial waren die im Bremer Raum überall vorkommenden Kleitöne.Einer dieser Kugeltöpfe ist im Bremer Focke-Museum ausgestellt.

Das Steinzeug und die steinzeugartigen Waren hingegen waren sämtlich importiert. Wie Überall in der Bremer Altstadt fand sich hier das Siegburger Steinzeug mit der typisch geflammten Oberfläche besonders reichlich; die jüngsten Obiekte mögen dabei um 1400 entstanden sein. Bei anderen Fundstücken könnte es sich um rheinländische oder südniedersächsische Produkte handeln. Genauere Zuordnungen waren, besonders, da es sich zum großen Teil um Bruchstücke handelte, kaum möglich.

Daneben gab es einige bräunlich und grün glasierte Stücke mit eingestempeltem Dekor. Die Herkunftsbestimmung war schwierig, wahrscheinlich wurden die meisten dieser Stücke aus Flandern importiert. Der direkte Seehandel mit Flandern, Holland und England zu dieser Zeit ist urkundlich nachgewiesen. Eine grünglasierte Kanne aus Flandern von diesem Fundort ist heute im Bremer Focke-Museum zu sehen.

In direktem Kontakt mit der Schlachte-Kogge wurde ein Mooszopf gefunden, mehrere kürzere und längere Stücke von Flechtwerk. Diese Art Moos (Polytrichum commune Hedw.) war weit verbreitet und wurde häufig genutzt: Für die Herstellung von kleinen Hausbesen und Bürsten, zum Abdichten vor Ritzen in Häusern, geflochten als Packund Polstermaterial, oder auch ganz profan als „Klopapier", wie belegt ist. Genau erwiesen ist die Verwendung der Mooszöpfe bis heute nicht. Als geflochtenes Tau haben sie eine ziemlich hohe Festigkeit. Da die gefundenen Moostaue mehrmals um die Wrackteile der Schlachte-Kogge gewickelt waren, lässt sich vermuten, dass auf diese Weise einmal ein vergeblicher Versuch stattfand, das Schiff zu heben.

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