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Linzer Diplom

Der Rathaus von Osnabrück. Hier verhandelten Kaiser und andere Mächte den Friedensvertrag
  • 29 / Juli 2017
  • 15:01

1637 stirbt der Vater von Kaiser Ferdinand III. also strebt er nach eine Einigung des Reiches ohne Rücksicht auf Religion. Vor allem wandte er sich gegen die Anspruche Schwedens und Frankreichs. Diesem Schreiben sollte ein im September 1640 nach Regensburg einberufener Reichstag dienen, dem der Kaiser selbs präsidierte. Die Stadt Bremen war auch geladen und schloss daraus auf eine Anerkennung seiner lange angestrebten und beanspruchten Reichsstandschaft. Frankreich und Schweden versuchten vergeblich, den Reichstag zu sptengen, der om Oktober 1641 Münster und Osnabrück als Orte  Für Friedensverhandlungen vorsah. 

Mit der Ladung bremens zum Regensburger Reichstag 1640 war die Staatsrechtliche  Stellung der Stadt keineswegs entschieden. Die politische Wetterlage war sehr labil. Ab 1643 suchte der Kaiser eine Annäherung an Dänemark  um einen Bundesgenossen gegen Schweden zu gewinnen; daher unterstütze er die Politik des Erzbischofs Friedrich von Bremen, eines Prinzen von Dänemark, der das Streben nach der Reichsstatandsschaft ablehnte. Deshalb wurde auch die Ladung Bremens zum Reichstag bis zur endgültigen Klärung der Rechtslage wieder aufgehoben. 1645 besezten die Schweden der Erzstift, und eine Rücksichtsnahme des Kaisers auf die geschwächten Dänen war nun nicht mehr nötig. Schweden blieb aber der hauptgegner des Kaisers in Norddeutschland. So kam es, dass der bremische Agent am kaiserlichen Hof, Georg Friedrich Lindenspür, bei den kaiserlichen Beratern, besonders beim Reichsvizekanzler Ferdinand Sigismund Kurz, Gehör fand, als er die Möglichkeit eines kaiserlichen Reichsstadtprivilegs für Bremen ansprach, das zumindest rechtlich verhindern konnte, dass Schweden sich die Stadt einverliebte. Grafitikationen - wir würden sagen: Bestechungsgelder - halfen nach. 

Die entscheidenden Verhandlungen fanden auf dem Friedenskongress in Münster und Osnabrück zwischen dem kaiserlichen Bevollmächtigten Maximilian Graf von Trauttmannsdorff und dem bremischen Beauftragten Gerhard Koch statt. Auch hier mussten  erhebliche Gratifikationen die Sache befördern, die sich sehr bald als äußerst kostenspielig erwies.

Ferdinand III

Ferdinand III. (foto)

Das Diplom sollte - abgesehen von den Schmiergeldern - 100.000 Gulden ( 66.666 Reichstaler ) kkosten. Das war eine Summe, die einem heutigen Kaufwert von etwa 10 mio. DM entspricht, die von einer Stadt mit etwa 25.000 Einwohnern aufzubringen war. Von den 100.000 Gulden sollten  drei Viertel bei der Übergabe des Diploms gezahlt werden. Hinzu kammen Nebenkosten, besoders Schmiergelder, so 2000 Reichstaler an den Reichsvizekanzler Kurz in Wien und 4000 Reichstaler an Graf Trauttmannsdorff in Münster und Osnabrück. Die ersten Gratifikationsgelder wurden in Salztonnen als Münzen  nach Osnabrück befördert. 

Als Mann nun im Kaiserhofe erkannte, dass es den Bremern ernst und daß bei Ihnen auch Zahlungsbereitschaft vorhanden war, wurde das Diplom am 1. Juni 1646 in Linz von Kaiser Ferdinand III.,unterzeichnet,  und am 11. Juni kam es bei Graf Trauttmannsdorff in Münster an. Der Bremer Bevollmächtigter Gerhard Koch bekam es zu Gesicht, erhielt es aber nicht ausgeliefert, weil die Gebüren ja noch nicht bezahlt waren. In Bremen war die ganze Angelegenheit im Rat geheim betrieben worden; doch jetzt, wo es ans Zahlen ging, musste man die Burgerschaft auffordern, entsprechenden Summen bereitzustellen. Diese bewilligte zunächst am 27.Juni nur die Hälfte der vom Rat geforderten Sondersteuer.

Nun wurde mit Trauttmannsdorff um Geldsummen Gratifikationen und Taxen, vor allem auch um die Zahlungsmodalitäten gefeilscht. Zum Teil wurde Barzahlung, für andere Summen waren Wechsel vorgesehen, die im Amsterdam und Münster einzulösen waren. Am 4. Juli ging eine erste Rate von 8000 Reichstalern  in Stockfischtonnen nach Osnabrück, und am Ende des Monats wurden auch Zahlungen an den Reichvizekanzler Kurz in Wien geleistet. Doch erst am 10. August 1646 lagen schließlich die letzten Obligationen in Münster bereit, und es traffen auch noch Lederbeutel mit 11.040 Reichstalern für die Nebenkosten ein.

 

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