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Von Bremen seit der Hansezeit bis ins frühe 18. Jahrhundert angesteuerte Häfen

  • 7 / August 2017
  • 16:39

Man orientierte sich anfangs (12. Jahrhundert) gen Osten Richtung Ostsee, Im 13. und 14. Jahrhundert erweiterten sich die Routen in die Nordsee nach Antwerpen. Brügge, London und Bergen. Im 15. Jahrhundert expandierte der Verkehr nach Süden die französische und spanische Küste entlang bis nach Sevilla und im Norden nach Trontbeim, vielleicht sogar bis nach Tromsö. Seit dem 16. Jahrhundert reisten Bremer und Hamburger Schiffe vereinzelt ins Mittelmeer. Eine Rolle spielten hier dir Häfen Marseille, Genua und Venedig.

Durch den sich vom 16. bis 18 Jahrhundert entwickelnden Verkehr mit der Neuen Welt sowie mit Ostindien stieg der Schiffsbestand in Europa sprunghaft an. Da sich Bremer Schiffe in dieser Zeit nicht bedeutend an Riesen nach Übersee beteiligten, intensivierten die Bremer dagegen den Verkehr mit den Drehscheiben des Überseeverkehrs. Dies waren z. B. die Häfen Antwerpen, Amsterdam, Lissabon, Sevilla und Plymouth.

Seit dem Zusammenbruch der Hanse fehlten in den Häfen allerdings die Kontore dieser Organisation. Jeder Schiffer war bei Verhandlungen auf sich selbst gestellt.

Der Kapitän kaufte die Transportgüter im Namen seines Kaufmanns (Reeders) ein, und ermittelte dann einen Zielhafen, in dem man diese Waren voraussichtlich gewinnbringend verkaufen könnte. Die Reiserouten entstanden also auf Grund von Angebot und Nachfrage, und nicht durch einen Fahrplan (diese Methode wird heute Trampschiffahrt genannt).

Schiffsbestände

Schätzungen zufolge besassen die Nord-und Ostseeanrainer...

...im Jahre 1400 - 1.000 Schiffe

...im Jahre 1700 - 10.000 Schiffe

Küstenschifffahrt

Die bis zum Ende des 18. Jahrhunderts verwendeten Navigationsinstrumente Hatten sich seit dem Mittelalter und der Hansezeit Kaum verändert. Man verwendete:

Seekarten, Seehandbücher, Sterntafeln

  • Kompass - um die Himmelsrichtungen festzustellen
  • Jakobstab - um Winkelmessungen vorzunehmen
  • Astrolabium - ebenfalls um Winkelmessungen vorzunehmen. Im Gegensatz zum Jakobstab lieferte das Astrolabium einen "künstlichen Horizont"
  • Logge - um die Geschwindigkeit zu messen
  • Bleilot - um die Wassertiefe zu messen
  • Sanduhr - als Zeitmesser

Um in Sichtweite von Küsten den Schiffsstandort zu ermitteln, machte man mit dem Kompass Peilungen von auffälligen Landmarken. Die Genauigkeit der Ortsbestimmung hing von der Genauigkeit des Kartenmaterials und dem Bekanntsein der Kompassabweichungen ab, und konnte meist visuell kontrolliert werden, wenn gute Sicht auf die Küste vorhanden war.

Abseits der Küsten musste der Kapitän den Schiffsstandort astronomisch nach Sonne, Mond und Sternen ermitteln.

Um die geografische Breite des Schiffes zu ermitteln, wurde der Winkel zu bekannten Sternen oder der Sonne gemessen. Allerdings erlaubten die Meßgeräte Jakobstab oder Astrolabium kaum Messungen von 1° oder besser. Die ermittelte Briete fiel daher häufig nicht sehr genau aus.

Um die geografische Länge eines Schiffsorts zu ermitteln, wurde eine möglichst präzise Uhr benötigt. Bis um die Zeit von 1775 waren dazu Sanduhren üblich, die eine Durchlaufzeit von einer halben Stunde hatten und dann vom Schiffer gedreht werden mussten. Durch Uhrenfehler konnten die errechneten Längen nach wenigen Tagen um eine zweistellige Gradangabe daneben liegen. (1 Stunde = 15°)

Die Unfähigkeit, auf hoher See genaue Standorte zu ermitteln, führte dazu, daß die Schifffahrt in der Nord- und Ostsee Routen entlang der Küsten verwendete, und gewaltige Umwege in Kauf nahm, anstatt sich auf die hohe See zu wagen. Auf der Karte ist als Beispiel dazu die Reiseroute von Bergen nach Edinburg dargestellt. Entlang der Küste beträgt die Distanz rund 900 Seemeilen. Bei einer direkten Überquerung der Nordsee ergibt sich lediglich eine Entfernung von etwa 375 Seemeilen. (1 Seemeile = 1, 852 km)

kielholen

kielholen (niederl. kihalen; weil der Kiel teilweise aus dem Wasser ragt) (Seemannsspr.): 1. ein Schiff zu Reinigungs - u. Reparaturarbeiten auf die Seite legen: die Jacht wurde gekielholt. 2. jmdn. (zur Strafe) über Bord werfen u. mithilfe eines langen Taus unter dem Schiff hindurchziehen: drei Mann wurden gekielholt.

  1. Vor Einführung der Trockendocks wurden Schiffe gekielholt, also mit am Mast ansetzenden Flaschenzügen auf die Seite gelegt, um Arbeiten am Schiffsboden durchzuführen. Etwa um Muschelbewuchs zu entfernen oder um Lecks zu reparieren.
  2. Die zweite Bedeutung, das Kielholen eines Matrosen, war eine Methode, in verschiedenen Kriegsmarinen die Todesstrafe zu vollstrecken. Sie wird erstmals im 12. Jahrhundert in den Flotten der Kreuzfahrer erwähnt. Der Matrose wurde dazu an ein langes, an beiden Enden der Rah eines Mastes befestigten Seils gefesselt und von Steuerbord nach Backbord unter dem Schiffsboden durchgezogen. War er danach weder ertrunken noch von den scharfen Anhaftungen am Schiffsboden tödlich verletzt worden, wiederholte sich die Prozedur in umgekehrter Richtung, u. s. w.

Abgesehen von Piratenfilmen, spielte das Kielholen nach Bedeutung 2 in der Handelsmarine keine wirkliche Rolle, weil Handelsschiffe nicht Kriegsrecht fielen, aber auch, weil gut ausgebildetes Personal um 1700 eher Mangelware darstellte.

Segel trocknen

Segel trocknen

Durch heftige Regenfälle oder durch Sturm, der oftmals mit Regen einhergeht, die Luft jedoch zudem 20 oder 30 Meter hoch mit Gischt, also einem feinen Seewassersprühnebel, anfüllen kann, können die Segel durchnässen.

Nasse Segel stellen eine immense Gefahr für das Schiff dar. Das Segeltuch saugt ein vielfaches seines Eigengewichts an Wasser auf. Derart beschwerte Segel machen ein Schiff kopflastig und können es zum Kentern bringen. Unter Umständen können unter dem strak erhöhten Gewicht der Segel aber auch die Masten einknicken und brechen. Erst das sich ab 1950 verbreitende Nylonsegeltuch saugte sich nicht mehr mit Wasser voll, und veränderte daher die Wettertauglickeit von Segelbooten und - schiffen.

Nasse Segel mußten daher getrocknet werden. Dazu lief das Schiff einen Hafen an oder ankerte auf einer Reede. Die Segel wurden aufgezogen, aber so befestigt, dass sie schlaff von den Rahen hingen ohne Vortrieb zu erzeugen.

Geriet der Kapitän z. B. einer Fleute in einen Strum, so mußte er die Segelfläche durch Reffen (Einrollen) verkleinern, um ein üdermässiges Durchnässen der Segel zu verhindern. Gleichzeitig durfte er nicht zuviel Segelfläche aufgeben, da er den Vortrieb aus den Segeln brauchte, um die Manöverierbarkeit das Schiffes zu erhalten.

Dieser Kompromiss gelang nicht immer allen Seefahrern.

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