Focke-Museum Bremen

Focke-Museum Bremen

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Dr. Johann Focke,

Gründer des Historischen Museums ( Focke Museum ), in Bremen geboren 08.06.1848 studierte in Heidelberg, Berlin und Göttingen Jura und wurde 1875 Regierungssekretär in seiner Vaterstadt, 1878 Senatssekretär und 1898 Senatssyndikus. Neben seiner umfangreichen Tätigkeit in der Senatsverwaltung wandte er seine Interessen der heimischen Geschichte zu.

Nach gründlicher Forschungsarbeit gab er 1890 das Lexikon «Bremische Werkmeister aus älterer Zeit» heraus, ein bis heute unübertroffenes Nachschlagewerk. Unermüdlich sammelte F. Bremensien, bremische Altertümer aller Art mit dem Ziel, die Schaffung eines Heimatmuseums zu erreichen, was ihm 1900 gelang. Diesem Lebenswerk stand er, stets forschend und sammelnd, über seine Pensionierung hinaus, bis zu seinem Tode 10.12.1922 vor. Für seine Verdienste ehrte ihn der Senat am 08.06.1918, seinem siebzehnten Geburtstag, durch die Verleihung des Namens «Focke Museum für historische Altertümer» an das bisherige Historische Museum.

Seid 1970 umbenannt in Bremisches Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte. Aus der privaten Sammeltätigkeit von Dr. jun. Johannes Focke hervorgegangen, wuchsen mit Unterstützung weiter Kreise der Bevölkerung die Bestände so rasch an, dass am 03.06.1900 das «Historische Museum» im Kreutzgeng und Refektorium es ehemaligen Katharinenklosters an der Sögestrasse eröffnet werden konnte.

Focke-Museum Bremen
Focke-Museum Bremen

 

Aus Platzmangel worden bereits 1905 grössere Räume im sogenannten Domanbau, heute Glocke, bezogen und am 18.11.1905 eröffnet. Durch die Verlegung des Altenheimes an der Grossenstrasse nach dem Neubau der Egestorff-Stiftung in Osterholz-Tenever konnte mit dem ständig wachsenden Sammlungen das freigewordene Gebäude bezogen werden. Die Bestände des Historischen Museums wurden 1927 mit denen des Gewerbe-Museums vereinigt. Das schöne Museumsgebäude, dass vierflügelig einen Innenhof umgab, wurde im zweiten Weltkrieg total zerstört, die wertvollsten Sammlungsteile waren vorsorglich außerhalb Bremens ausgelagert worden.

Nach Bremen zurückgekehrt und unzulänglich untergebracht, fand der Museumsbesitz eine erste würdige Präsentation im Gutshaus des ehemaligen Vorwerks Riensberg, das am 27.06.1953 zugänglich gemacht werden konnte. 1955 folgte die Wiederherstellung der zum Gut gehörenden Alten Scheune und des Backhauses, und am 23.06.1959 konnte der Grundstein für den Neubau des Focke-Museums auf dem angrenzenden Pferdekamp durch den Bundespräsidenten Dr Heuss gelegt werden.

Durch Bundespräsidenten Dr.Lübke der nach Plänen von Professor Heinrich Bartmann errichtet Neubau am 16.10.1964 eröffnet, gleichzeitig das auf das Gelände aus Mittelsbüren übertragene Bauernhaus, das zehn Jahre später durch die aus Tarmstedt hierher versetzte Tarmstedter Scheune für die Sammlung bäuerlicher Geräte ergänzt wurde.

Das Focke-Museum umfasst jetzt die Sammlungsgruppen Mittelalter, Renaissance, Barock und Rokoko, neunzehnte Jahrhundert, Vor-und Frühgeschichte, Schifffahrtsgeschichte, Tabaksammlung, bäuerlicher Kunst Arbeitswelt (Im Haus Mittelsbüren und der Tarmstedter Scheune), bürgerliche Kultur mit Spielzeug, Mode, Fayencen und Gläsern im Haus Riensberg sowie Bibliothek und Bildarchiv.

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